Ein Roboter als Planer? Jein!

Andreas Schmidt | 25.11.2016 | Kommentare: 0

Die BBC hat in Zusammenarbeit mit der Oxford Universität untersucht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Beruf bald von einem Roboter übernommen wird. Wir haben uns diese Liste angeschaut mit der Frage, wie es dort um die Zukunft des Supply Chain Planners bestellt ist.

Die BBC hat in Zusammenarbeit mit der Oxford Universität untersucht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Beruf bald von einem Roboter übernommen wird. Das muss nicht zwangsläufig ein Roboter sein, es könnte sich auch schlicht um Software oder eine sonstige Künstliche Intelligenz handeln.

Wir haben uns diese Liste angeschaut mit der Frage, wie es dort um die Zukunft des Supply Chain Planners bestellt ist. Nun, einen Supply Chain Planner gab es interessanterweise nicht in der Liste, daher haben wir die nächst gelegenen Berufsbezeichnungen genommen.

 

Folgende Ergebnisse haben wir entdeckt:

 

Beruf

Automatisierungsrisiko

Was heißt das?

Planning, process and production technicians

36 %

Nicht sehr wahrscheinlich

Managers and directors in transport and distribution

59 %

Das wird knapp!

Production managers and directors in manufacturing

3 %

Ziemlich unwahrscheinlich

 

 

 

Was heißt das jetzt?

Berufe mit hohem Bedarf an Kreativität und sozialer Intelligenz werden nicht so leicht von Robotern übernommen. Dazu gehören Therapeuten, Architekten und Ingenieure. Jedoch haben Berufe mit einem hohen Anteil monotoner und repetitiver Tätigkeiten und wenig notwendiger sozialer Interaktion ein hohes Risiko ersetzt zu werden. Dazu gehören Anwälte, Bankangestellte, Telefonisten oder Controller.

 

Auch Supply Chain Planer haben Tätigkeiten, die automatisiert werden können:

Repetitive Tätigkeiten, wie tägliche Kapazitätsharmonisierungen.

Monotone Tätigkeiten, wie Bestands- und Bedarfsabgleiche.

Analytisch-logische Tätigkeiten, wie Fahrzeugdisposition und Routenplanung

 

Andererseits besteht ein wichtiger Teil ihrer täglichen Arbeit in der Ausarbeitung und Einleitung von Notfallkonzepten, Trouble-Shooting und kollaborativer Abstimmung, was ein Computer nicht ersetzen können wird. Menschen sind einfach doch flexibler und behalten erfahrungsbedingten Überblick. Diese Erfahrung für Zusammenhänge, das Arbeiten mit der eigenen Intuition sowie das menschliche Agieren als Schnittstelle zwischen verschiedenen Bereichen wird und muss in der Hand von Menschen bleiben.

 

Supply Chain Planner werden nicht so leicht ersetzt. Es werden Algorithmen und Softwarelösungen kommen, die Arbeit abnehmen, insbesondere im Bereich Optimierung. Die kollaborativen Aufgaben, und die, die mit Erfahrung und Intuition durchgeführt werden, werden nicht ersetzt. Das Einsatzspektrum wird sich verschieben, doch wird es auch in Zukunft Supply Chain Planner geben - mit etwas anderem Aufgabenspektrum und mit digitalen Planungsassistenten.

 

Wie seht Ihr die Zukunft der Supply Chain Planner? Müssen wir Angst bekommen oder sind wir auf der sicheren Seite? Wie können wir uns absichern?

 


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